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Förderung von Denkmalstätten »20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit«

Der Freistaat Sachsen hat im Rahmen der Förderrichtlinie »Denkmalstätten 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit« in den Jahren 2010 und 2011 vierzehn verschiedene Denkmalstätten in ganz Sachsen gefördert. Im Folgenden werden die realisierten Projekte kurz vorgestellt.

Die errichteten Denkmalstätten tragen in ihrer Vielfalt dazu bei, die Erinnerung insbesondere an regionale Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989 und der Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 dauerhaft in das öffentliche Bewusstsein vor Ort zu rücken. Auch späteren Generationen sind die entstandenen Tafeln, Stelen und Denkmäler zugänglich und können als Grundlage der Vermittlung und dauerhaften Auseinandersetzung mit den Werten einer freiheitlichen, wehrhaften Demokratie dienen.

Die Mittel standen dem Freistaat Sachsen aus dem Mauerfonds des Bundes zur Verfügung. 

Foto des Bronzedenkmals in Freital-Döhlen (© Stadtverwaltung Freital)

Bronzedenkmal Freital Döhlen

Ein Bronzedenkmal am Platz des Friedens in Freital Dohlen erinnert an die Opfer und Leidtragenden beider Weltkriege, des Nationalsozialismus und Stalinismus und der SED-Willkür. Der von der Stadtverwaltung Freital geplante Gedenksockel erweitert die auf dem dortigen Platz bestehende Bronzeplastik aus dem Jahr 1958 um die neuere deutsche Geschichte. (Foto: Stadtverwaltung Freital)

    Foto des versetzten Mauerstücks Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden (© Archiv der Gedenkstätte Bautzner Straße)

    Umsetzung eines Mauerstücks an der Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden

    Ein Teil der Mauer der ehemaligen Bezirksverwaltung Dresden des Ministeriums für Staatsicherheit an der Bautzner Straße in Dresden wurde sichtbar an den Eingang zur heutigen Gedenkstätte auf der Bautzner Straße versetzt. Angebrachte Tafeln dienen dem Gedenken an die friedliche Besetzung der Dresdner Staatssicherheitszentrale am 5. November 1989 durch Dresdner Bürgerinnen und Bürger. Außerdem zeigen und erklären sie die während der Friedlichen Revolution spontan an der Mauer entstandenen Aufschriften. Veranlasst wurden die Maßnahmen durch den Verein Erkenntnis durch Erinnerung e.V. (Foto: Archiv der Gedenkstätte Bautzner Straße)

      Foto der Friedensglocke Fichtelberg (© Jörg Eller, Gerd Schlesinger)

      Maßnahmen an der Friedensglocke Fichtelberg in Schwarzenberg/Erzgebirge

      Die »Friedensglocke Fichtelberg«, das Denkmal für 20 Jahre Friedliche Revolution und Wiedervereinigung auf dem Fichtelberg-Plateau in Schwarzenberg/Erzgebirge, wurde unter der Initiative von Gerd Schlesinger eingefriedet, beleuchtet und überdacht. Die Außenanlage um die im Jahr 2010 durch Spenden errichtete Glocke wurde gestaltet, eine Erklärungs- und Dankestafel ergänzen das Denkmal. Die Glocke läutet sonn- und feiertags sowie zu besonderen, mit der Friedlichen Revolution in Verbindung stehenden Daten. Sie ist in einem Umkreis von 25km auch bis in die Tschechische Republik zu hören. (Foto: Jörg Eller, Gerd Schlesinger)

        Foto der Stele auf dem »Erinnerungspfad Friedliche Revolution'89« in Zittau (© Archiv Hillersche Villa/Zittau, Hanna Janßen, Rafael Sampedro)

        Informationstafeln auf dem »Erinnerungspfad Friedliche Revolution '89« in Zittau

        Die »Initiative Erinnerungspfad ’89« ließ mithilfe des Vereins Hillersche Villa e.V. in Zittau einen »Erinnerungspfad Friedliche Revolution ‘89« errichten. An der Johanniskirche, auf der Neustadt und auf dem Platz des 17. Juni befinden sich nun Informationstafeln mit Bildern und Texten zu den Ereignissen der Friedlichen Revolution in Zittau und der Oberlausitz. (Foto: Archiv Hillersche Villa/Zittau, Hanna Janßen, Rafael Sampedro)

          Foto der Foto- und Erinnerungsstele auf dem Gelände des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau (© Gedenkstätte GJWH Torgau)

          Stelen und Sanierung des Dunkelzellentraktes im Ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau

          Auf dem Gelände des ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau informieren fünf Foto- und Erinnerungsstelen über die Funktion und Arbeitsweise der Einrichtung und zeigen historische Ansichten des Jugendwerkhofs. Der im Keller befindliche Dunkelzellentrakt konnte saniert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Auch die Inschriften im dortigen Zellen- und Flurbereich wurden sichtbar gemacht. Eine Denkmalstafel erinnert an die Opfer. Initiiert wurden diese Maßnahmen vom Verein Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V. (Foto: Gedenkstätte GJWH Torgau)

            Foto des »Freiheits- und Einheitsdenkmal« Zwickau (© Pressebüro, Stadt Zwickau)

            »Freiheits- und Einheitsdenkmal« in Zwickau

            Zwickau erhielt ein »Freiheits- und Einheitsdenkmal« am Dr.-Friedrichs-Ring. Ein originales Segment der Berliner Mauer wurde umgesetzt und von der Künstlerin Erika Harbort gestaltet. Das Denkmal soll dauerhaft an die selbst errungene Freiheit und Einheit erinnern. Es wurde von der Stadtverwaltung Zwickau beantragt. (Foto: Pressebüro, Stadt Zwickau)

              Foto der »Stele zum Gedenken an die friedliche Revolution im Jahre 1989« in Limbach-Oberfrohna (© Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna)

              »Stele zum Gedenken an die Friedliche Revolution im Jahre 1989« in Limbach-Oberfrohna

              In Limbach-Oberfrohna entstand eine »Stele zum Gedenken an die Friedliche Revolution im Jahre 1989« unter Initiative der dortigen Stadtverwaltung. Die zwei Meter hohe Sandsteinsäule erinnert im Rathausinnenhof an die Demonstrationen im Oktober und November 1989 der Bürgerinnen und Bürger in Limbach-Oberfrohna. Sie ist mit Losungen des Jahres 1989 gestaltet. (Foto: Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna)

                Denkmal »20 Jahre Wiedergeburt Sausedlitz, Sausedlitz lebt - Schwein gehabt!« in Sausedlitz (© Bauamt Löbnitz)

                Denkmal »20 Jahre Wiedergeburt Sausedlitz, Sausedlitz lebt – Schwein gehabt!« in Sausedlitz

                »20 Jahre Wiedergeburt Sausedlitz, Sausedlitz lebt - Schwein gehabt!« heißt das Denkmal, das die Gemeindeverwaltung Löbnitz auf dem Dorfplatz von Sausedlitz bei Delitzsch errichten ließ. Drei große Schweine tanzen auf glühender Kohle und erinnern damit an das Engagement der Bürger 1989 und 1990 gegen den in Sausedlitz geplanten Braunkohletagebau und den Erhalt der Ortschaft. Neben dem Symbol des Glücks stellen die Schweine Bezug zum Ortsnamen und der ansässigen Schweinemastanlage her. (Foto: Bauamt Löbnitz)

                  Foto des Denksteins in Chemnitz (© Stadt Chemnitz)

                  »Denkstein« in Chemnitz

                  Zwei in den Boden eingelassene Gedenktafeln und eine Lichtstele erinnern als »Denkstein« auf dem Vorplatz des Luxorpalastes in Chemnitz an 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit. Dort hatten sich am 7. Oktober 1989 1.500 Menschen zu einem Schweigemarsch versammelt. Initiiert wurde die Denkmalstätte von der Stadtverwaltung Chemnitz. (Foto: Stadt Chemnitz)

                    Foto des Denkmal »Gebet für Frieden und Freiheit« Königswalde (© Dietrich Geithner)

                    Plastik »Gebet für Frieden und Freiheit« in Königswalde

                    Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Königswalde hat in Werdau das sogenannte »Gebet für Frieden und Freiheit« errichten lassen. Das an der Kirche Königswalde angebrachte drei Meter hohe Stahlkreuz erinnert an die Friedliche Revolution und das seit 1973 zweimal jährlich stattfindende Christliche Friedensseminar, das zu einem Impulsgeber für die Friedliche Revolution wurde. (Foto: Dietrich Geithner)

                      Foto der Erinnerungstafel »20 Jahre – 20 Tafeln« in Rötha (© Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.)

                      Erinnerungstafeln »20 Jahre – 20 Tafeln« in Städten der Landkreise Leipzig und Nordsachsen

                      In 20 Orten in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen, unter anderem in Rötha, Wurzen, Eilenburg und Oschatz, wurden Erinnerungstafeln mit Informationen zu den dortigen Ereignissen der Friedlichen Revolution installiert. Die meist an oder in unmittelbarer Nähe von Rathäusern oder Kirchen angebrachten Tafeln sind mit einem Barcode versehen, über welchen Smartphones zu weiterführenden Informationen im Internet geleitet werden. Das Projekt »20 Jahre – 20 Tafeln« wurde vom Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. initiiert. (Foto: Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.)

                        Foto der Gedenktafel für Pfarrer Havenstein in Rietschen (© Erich Schulze)

                        Gedenktafel für Pfarrer Havenstein in Rietschen

                        In Rietschen im Kreis Görlitz wurde eine Gedenktafel für Pfarrer Henner-Jürgen Havenstein, den Wegbereiter der Friedlichen Revolution 1989 im Kreis Weißwasser, errichtet. Sie wurde unter der Leitung des Daubitzer Heimatvereins e.V. neben der Eingangstür des Pfarrhaus Daubitz angebracht. (Foto: Erich Schulze)

                          Foto der Gedenktafel auf dem Dresdner Revolutionsweg Hofkirche (© Amt für Kultur und Denkmalschutz Landeshauptstadt Dresden)

                          Gedenktafeln auf dem Dresdner Revolutionsweg

                          In Dresden erinnern bisher sieben im Stadtgebiet verteilte Gedenktafeln auf dem Dresdner Revolutionsweg an die Ereignisse und den Verlauf der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 sowie an den Weg zur Deutschen Einheit in Dresden. Die Tafeln wurden u.a. an der Katholischen Hofkirche, der Kreuzkirche, der Christuskirche Strehlen und der Gedenkstätte Bautzner Straße angebracht. Die für die Friedliche Revolution bedeutsamen Orte werden so in historischen und symbolischen Zusammenhang gestellt, so die Landeshauptstadt Dresden. Es werden weitere Tafeln folgen. (Foto: Amt für Kultur und Denkmalschutz Landeshauptstadt Dresden)

                            Foto der Edelstahlskulptur Aue (© Jana Hecker/Große Kreisstadt Aue)

                            Edelstahlskulptur »Würdigung der Friedlichen Revolution 1989 und der Deutschen Einheit 1990« in Aue

                            Zur »Würdigung der Friedlichen Revolution 1989 und der Deutschen Einheit 1990« ließ die Stadtverwaltung Aue an der Schillerstraße Ecke Poststraße in Aue eine dreidimensionale Edelstahlskulptur errichten. Die beiden ineinander verschlungenen Streben symbolisieren das komplizierte Zusammenfinden der beiden deutschen Staaten. (Foto: Jana Hecker/Große Kreisstadt Aue)

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                              Landkarte der Friedlichen Revolution

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                              Ereignisse und Parolen

                              Quelle: dpa/Frank Kleefeldt

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